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07.05.2011 00:47 FF Neu Wulmstorf
FF Rübke
FF Elstorf
FF Rade
Voll
Sirene
Voll
Sirene

FW2

Brennt Grasflaeche --> Wald*Neu Wulmstorf_WL*Apfelgarten *ueber Elstorfer Heuweg anfahren*

Pressebericht Gemeinde Neu Wulmstorf

FF Elstorf: TLF, LF, MTF
Brandbekämpfung 8 x D Schlauch incl. Kartusche, Wasserförderung
Unterstützung FF Neu Wulmstorf im ELF, Wassertransport,
Wasserentnahme aus den Gräben
Einsatzort Koordinaten:
LF NE 531 266
TLF NE 531 264

Neu Wulmstorf/Landkreis Harburg Die seit Wochen anhaltende Trockenheit macht nicht nur Landwirten schwer zu schaffen,
auch die Feuerwehren werden in immer größerem Maße durch die Trockenheit in Form von Unterholz- und Freiflächenbränden gefordert.
In ganz Nord-Ost Niedersachsen gilt die höchste Waldbrandwarnstufe sowie die höchste Flächenbrandwarnstufe,
dieses macht sich auch immer mehr bei den Einsatzkräften bemerkbar.
Am Wochenende mussten die Einsatzkräfte zu mehreren Bränden in der Natur ausrücken,
nur mit Mühe wurde in einigen Fällen ein größeres Feuer verhindert.
Ein Großfeuer in der Nacht zu Sonntag forderte allerdings den Einsatz von vielen Feuerwehren aus Niedersachsen und Hamburg,
bei Neu Wulmstorf verbrannten geschätzte 40.000 Quadratmeter Wald-, Moor- und Wiesenfläche.

Um 00.47 Uhr waren in der Nacht zu Sonntag die Feuerwehren aus Neu Wulmstorf, Elstorf, Rade und Rübke
durch die Winsener Rettungsleitstelle zu dem Flächengroßbrand in dem Moorgebiet zwischen Neu Wulmstorf und Hamburg alarmiert worden.
Eine Anruferin aus Neu Wulmstorf hatte beim Blick aus dem Fenster die Flammen im Bereich des
so genannten „Apfelgartens“ entdeckt und die Feuerwehr verständigt.
Unverzüglich rückten die niedersächsischen Einsatzkräfte der gesamten Gemeindefeuerwehr Neu Wulmstorf
unter der Leitung von Gemeindebrandmeister Uwe Schievink mit 15 Einsatzfahrzeugen zu dem gemeldeten Feuer aus,
schon auf der Anfahrt konnten die ersten Einsatzkräfte der Neu Wulmstorfer Feuerwehr einen großen,
weithin sichtbaren Feuerschein über dem gemeldeten Bereich ausmachen, der nichts gutes erahnen ließ.
Ohne große Verzögerung wurden sofort weitere umfangreiche Unterstützungeinheiten nachalarmiert.
Von Seiten des Landkreises Harburg wurden in der Folge der Fachzug Wassertransport der Kreisfeuerwehr,
bestehend aus Fahrzeugen und Personal der Feuerwehren Ehestorf/A., Dibbersen, Klecken, Bendestorf,
Ohlendorf und Tötensen mit fünf weiteren wasserführenden Einsatzfahrzeugen nachalarmiert.
Auch aus Hamburg wurde umfangreiche Unterstützung nachgefordert.
Die Freiwilligen Feuerwehren Fischbek, Francop, Neuenfelde-Süd, Neuenfelde-Nord und Neugraben
sowie am Sonntagmorgen zur Ablösung aus Hausbruch sowie Fahrzeuge der Feuer- und Rettungswache 36 ( Süderelbe )
sowie Wechselladerfahrzeuge mit Wasserbehältern der Berufsfeuerwehr kamen zum Einsatz.
Auch mehreren mit Wasser gefüllte Güllefässer kamen hier zum Einsatz. Das Feuer in dem großen,
teils unzugänglichen Moor- und Waldgebiet breitete sich rasend schnell aus, infolge der Trockenheit waren die Grasflächen ausgedörrt
und wirkten zusätzlich brandbeschleunigend, angetrieben von einem leicht böigen Wind.
In drei gebildeten Einsatzabschnitten kesselten die am Ende insgesamt 200 eingesetzten Feuerwehrkräfte das Feuer nach kräftezehrender Arbeit ein.
Ein direktes Herankommen an die Brandstelle war nicht möglich, diese wurde durch Unzuweglichkeiten und Gräben
von den Zuwegungen abgeschnitten, lange Schlauchleitungen mussten verlegt,
Arbeitsgeräte über eine lange Strecke zu den Brandstellen gebracht werden. Das Löschwasser wurden einerseits aus einem Graben gefördert,
zudem wurden über zwei Hydranten der abseits gelegenen Landesstraße weiteres Löschwasser an die Einsatzstelle gefördert.
Mit mehreren Strahlrohren gingen die Einsatzkräfte gegen das Großfeuer vor, nach rund zweieinhalb Stunden gelang es ihnen,
die letzten in der Nacht sichtbaren Brandnester abzulöschen und ein weiteres Ausbreiten des Großfeuers zu verhindern.
Gegen 04.00 Uhr wurden die ersten Einsatzkräfte aus diesem Einsatz herausgelöst,
die Nachlöscharbeiten an dem verbrannten großen Stück zogen sich bis in die Vormittagsstunden des Sonntages hin.
Vor Ort informierten sich auch Kreisbrandmeister Dieter Reymers und Abschnittsleiter Volker Bellmann
von der Kreisfeuerwehr sowie der A- und der B- Dienst der Berufsfeuerwehr Hamburg sowie diverse
Bereichsführer der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg über die Löscharbeiten.
Die Brandursache hier ist noch unbekannt, die Ermittlungen wurden aufgenommen.

Bericht: KPW Köhlbrand
Foto: FF Elstorf


Foto © FF Elstorf

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