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14 17.07.2010 18:18

FF Elstorf

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Feuer

Feuer Iddensen
Vor dem Holze

(N.Hilf) Eingesetzte Mittel: LF, TLF, MTF Großfeuer in Iddensen brennt Reetdach Haus Unterstützung mit PA Trägern (F2)

Großfeuer : Brennt Reetdachhaus in Iddensen

Iddensen Ein Großfeuer hat am Samstagnachmittag ein Reetdachhaus in der Straße „Vor dem Holze“ in Iddensen nahezu vollständig zerstört. Der Brand war um 16.22 Uhr der Winsener Rettungsleitstelle gemeldet worden, die Disponenten alarmierten daraufhin umgehend die Feuerwehren aus Iddensen, Emsen und Nenndorf sowie den Einsatzleitwagen der Gemeinde Rosengarten aus der Wehr Leversen/Sieversen. Rasch waren die ersten Kräfte unter der Leitung von Rosengartens Gemeindebrandmeister Stephan Wilhelmi an der Brandstelle, bei ihrem Eintreffen war der Dachstuhl des 13 x 9 Meter großen Wohnhauses komplett verraucht und Flammen waren im Bereich des Schornsteins sichtbar. Unverzüglich wurden weitere Kräfte für die Brandbekämpfung angefordert, die gesamte Feuerwehr Leversen/Sieversen und die Drehleiter der Feuerwehr Meckelfeld wurden nachalarmiert. Mit einem massiven Löschangriff gingen die ersten Einsatzkräfte gegen die Flammen vor, doch trotz aller Bemühungen konnten sie eine Brandausbreitung auf das gesamte Reetdach nicht verhindern. Zu weit war der Brand schon fortgeschritten, als dass das Dach noch hätte gehalten werden können. Probleme bereitete auch die erhebliche Rauchentwicklung. Um ausreichend Atemschutzgeräteträger in den Einsatz schicken zu können, wurden im weiteren Einsatzverlauf die Feuerwehren aus Eckel, Elstorf, Hittfeld, Klecken und Vahrendorf/S. nachgefordert. Auch die Feuerwehr Hörsten kam zum Einsatz, zusammen mit dem Wechselladerfahrzeug der Feuerwehrtechnischen Zentrale besetzte die Wehr den kreiseigenen Atemschutzcontainer. Von den im Gesamteinsatz eingesetzten 150 Feuerwehrleuten mussten mehr als 40 unter umluftunabhängigen Atemschutz die Löscharbeiten durchführen. Auch zwei Stunden nach Brandausbruch war die Rauchentwicklung immer noch so erheblich, das teilweise unter Atemschutz gearbeitet werden musste. In Spitzenzeiten setzten die Einsatzkräfte der Feuerwehr sechs C-Strahlrohre, ein B-Strahlrohr und ein Wenderohr über die Drehleiter ein, um das Feuer zu löschen. Eine große Hilfe war im Verlauf der Löscharbeiten auch der Flugdienst des Landesfeuerwehrverbandes, der im Rahmen der derzeitigen täglichen Kontrollflüge mehrfach die Brandstelle überflog und aus der Luft sah, wo das Feuer am Intensivsten brannte. Dort wurden dann gezielt Löschmaßnahmen vorgenommen. Vor Ort waren auch Kreisbrandmeister Dieter Reymers und Brandabschnittsleiter Elbe Volker Bellmann, die sich über die Löscharbeiten informierten. Nach eineinhalb Stunden war der Brand soweit unter Kontrolle, dass erste Nachlöscharbeiten durchgeführt werden konnten. In mühsamer Handarbeit musste dabei das gesamte Reet vom Dach entfernt werden, um alle Brandnester vollständig abzulöschen. Auch die Dachgauben mussten geöffnet werden, um auch hier die Brandnester abzulöschen. Bis in die späten Abendstunden hinein waren die Feuerwehrleute mit den Löscharbeiten beschäftigt. Aufgrund der langen Löscharbeiten wurden die Kräfte von Versorgungsspezialisten aus den Feuerwehren Klecken und Elstorf mit Getränken und einem Imbiss versorgt. Erst nach und nach konnten die Einsatzkräfte aus dem Einsatz entlassen werden. Die Besitzer des betroffenen Brandhauses kamen glücklicherweise mit dem Schrecken davon. Zwei Feuerwehrleute erlitten bei den Löscharbeitenleichte Verletzungen, sie mussten mit für die Eigensicherung angeforderten Rettungswagen in das Buchholzer Krankenhaus transportiert werden. Die Brandursache zu diesem Schadensfeuer ist noch unbekannt, die Brandstelle wurde von der Polizei beschlagnahmt. Der Sachschaden wird sich auf mehrere 100.000 Euro belaufen, die Polizei hat die entsprechenden Ermittlungen aufgenommen.

 


Bericht: Matthias Köhlbrandt, KPW Harburg
Bild: Matthias Köhlbrandt, KPW Harburg



Foto © KPW Köhlbrandt

Foto © KPW Köhlbrandt

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