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03 07.04.2010 09:44

FF Rade
FF Elstorf

VOLL
Sirene

THU1

VU PKL
BAB A1
HH - HB

Tödlicher LKW Unfall auf der A 1

Hollenstedt Ein schwerer LKW Unfall auf der BAB A 1, Richtungsfahrbahn Bremen hat am Mittwoch Vormittag zwischen den Anschlussstellen Rade und Hollenstedt einen Toten, einen lebensgefährlich Verletzten, zwei Leichtverletzte und fünf zum teil völlig zerstörte LKW gefordert. Dabei waren gegen 09.40 Uhr fünf Sattelzüge bzw. LKW aufeinandergefahren. Zwei der LKW Fahrer wurden durch den außerordentlich heftigen Aufprall in ihren Fahrerkabinen schwerst eingeklemmt und erlitten lebensgefährliche Verletzungen, an deren Folgen einer der beiden Fahrer noch im LKW verstarb.
Um 09.45 Uhr waren die Feuerwehren aus Rade und Elstorf als erste alarmierte Feuerwehren durch die Winsener Rettungsleitstelle zu diesem Unfall alarmiert worden. Parallel wurden zwei Rettungswagen und zwei Rettungshubschrauber ( Christoph 29 der Bundespolizei aus Hamburg und Christoph Weser der Deutschen Rettungsflugwacht aus Bremen ) zu diesem Einsatz entsandt. Die Rader Feuerwehr kam mit zwei Fahrzeugen nicht weit, die Fahrzeuge fuhren in den durch den Unfall produzierten Rückstau und kamen nicht mehr weiter. Unverzüglich wurde die Feuerwehr Hollenstedt mit weiteren schweren technischen Geräte alarmiert, die Kräfte konnten aufgrund der Vollsperrung der Richtungsfahrbahn Bremen entgegengesetzt der Fahrtrichtung die Unfallstelle anfahren. Auch die weiter alarmierten Feuerwehren aus Heidenau und Neu Wulmstorf, sowie der Rüstwagen der Feuerwehr Sittensen ( LK ROW ) erreichten als „Geisterfahrer“ die Unfallstelle. Bei Eintreffen der ersten Kräfte war ein Chaos sichtbar. Drei Sattelzüge, beladen mit Lebensmittel, Konserven und Getreide, standen ineinander verkeilt auf dem Hauptfahrstreifen. Im Böschungsbereich lag ein unbeladender, 7,5 Tonnen schwerer LKW auf der Seite, und gut 50 Meter vor den verkeilten Sattelzügen stand ein weiterer, am Unfall beteiligter Sattelzug. Nach ersten Sichtungen wurden insgesamt vier Verletzte gezählt, daraufhin wurden zwei weiteren Rettungswagen nachgefordert. Während zwei Beteiligte aus einem der LKW relativ leichte Verletzungen erlitten hatten und von der Feuerwehr bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes versorgt wurden, hatte es zwei LKW Fahrer schwer erwischt. Sowohl der Fahrer des mittleren als auch des letzten aufgefahrenen Sattelzuges waren schwer in ihren auf unter einem Meter zusammengedrückten Fahrerkabinen eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt. Noch in den beiden Kabinen mussten sie, so gut es ging, von Notärzten und Rettungsassistenten betreut und versorgt werden. Bei beiden gestaltete sich die Befreiung mehr als schwierig, mit mehreren parallel laufenden hydraulischen Rettungssätzen wurde versucht, die Kabinen freizuschneiden und auseinanderzudrücken. Doch die moderne Technik versagte hier aufgrund der Schwere der Verformungen, so dass mit Hilfe eines Bergungsfahrzeuges zuerst der erste der drei Sattelzüge weggezogen werden musste. Erst jetzt war der Fahrer des mittleren Sattelzuges so weit frei, dass weitere Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden konnten. Nach gut zwei Stunden war dieser Mann befreit, er wurde nach weiteren intensivmedizinischen Maßnahmen mit lebensgefährlichen Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber Christoph 29 in das Hamburger Krankenhaus St. Georg geflogen. Für den zweiten eingeklemmten LKW Fahrer kam weitere Hilfe zu spät, er verstarb an den Folgen seiner Verletzungen in seinem Sattelzug. Auch er wurde erst nach mehr als zwei Stunden aus seiner völlig verformten Fahrerkabine geborgen. Parallel zur Befreiung der Eingeklemmten mussten die Feuerwehrleute größere Mengen auslaufende Betriebsstoffe abstreuen und den Brandschutz sicherstellen. Die letzten Feuerwehrkräfte verließen erst nach fünf Stunden den Unfallort. Die A 1 musste für die Dauer der Rettungs- und Aufräumarbeiten bis zum Abend in Richtung Bremen gesperrt werden, teilweise wurde auch die Gegenfahrbahn voll gesperrt, es kam zu kilometerlangen Staus in beiden Richtungen, auch die Umleitungsstrecken waren völlig überlastet.

Pressestelle KFV LK Harburg
Matthias Köhlbrandt, KPW


Foto + Bericht ©BILD Zeitung 08.04.2010


Foto + Bericht © HAN 08.04.2010

Foto + Bericht © Hamburger Morgenpost 08.04.2010

Foto © KPW Köhlbrandt

Foto © KPW Köhlbrandt

Foto © KPW Köhlbrandt

Foto © KPW Köhlbrandt

Foto © KPW Köhlbrandt

Foto © KPW Köhlbrandt

Foto © KPW Köhlbrandt

Foto © KPW Köhlbrandt

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