Am 16.12.2012 fand bei uns in der Mehrzweckhalle
eine Typisierungsaktion der DKMS mit 2000 Teilnehmern statt

Die Spendertypisierung für Max oder

ein beispielhaftes Zeichen von Solidarität

Max ist ein lebendiger siebenjähriger Junge, der in Ardestorf, einem Ortsteil von Neu Wulmstorf lebt. Wie viele in seinem Alter liebt er den Fußballsport und träumt davon, ein großer Torwart zu werden. Dann kam im Sommer 2012 die niederschmetternde Diagnose: Leukämie! Diese Nachricht ist schon für Erwachsene furchtbar, aber noch viel furchtbarer natürlich für ein Kind, das noch sein ganzes Leben vor sich hat. Die Chemotherapie schlug nicht an, die letzte Chance bestand darin, einen Spender zu finden. Das allerdings ist extrem schwer, denn der Spender muss identische Gewebemerkmale von Max haben. Es galt rasch, eine breit angelegte Spendertypisierung zu organisieren. Es wäre allerdings nicht ausreichend, den bereitwilligen Bürgern zu Untersuchungszwecken, das Blut abzunehmen. Da jede Typisierung mit rd. Euro 50 zu Buche schlägt, müssen parallel dazu auch Geldspenden eingenommen werden.

Max Pateneltern gründeten mit Freunden das Organisationsteam „Wir helfen Max“ und arbeitete sehr eng mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) zusammen. Am 16.12.2012 sollte in der Mehrzweckhalle in Elstorf (Ortsteil von Neu Wulmstorf) von 10.00 bis 16.00 Uhr die Typisierungsaktion erfolgen. Über 250 Freiwillige, darunter Freunde, Nachbarn der Familie, Eltern von Max’ Klassenkameraden, Mitglieder aller vier Freiwilligen Feuerwehren Neu Wulmstorfs, des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Johanniter haben sich an der Organisation der Typisierungsaktion beteiligt. Neu Wulmstorfs Bürgermeister Wolf-Egbert Rosenzweig war sofort bereit, die Schirmherrschaft zu übernehmen und war den ganzen Tag vor Ort. Er zeigte sich beeindruckt von dem Organisationsteam, das diese Aktion, wie es so etwas noch nie in der Gemeinde gab, auf die Beine gestellt hat. Als überwältigend empfand er die Spendenbereitschaft: "Die Menschen kamen aus Berlin, Hamburg, Buxtehude, dem gesamten Landkreis Harburg und natürlich aus Neu Wulmstorf. Es war ein ständiger Strom von Menschen in der Mehrzweckhalle, die helfen wollten", so Rosenzweig. Neben einzelnen Personen und Gruppen kamen auch ganze Familien. Wartezeiten zwischen Voruntersuchung, Blutentnahme und Nachkontrolle überbrückten die bereitwilligen Spenderinnen und Spender mit diversen Leckereien. Kinder wurden mit Schminkangeboten bei Laune gehalten. Aus Heilbronn war z. B. die German Garrison der „501st Legion" angereist. In Star Wars- Kostümen, mit Darth Vader und einem ferngesteuerten lebensgroßen R2-D2 unterhielten sie besonders die jüngeren Spender. Die zahlreichen Kameraden der freiwilligen Feuerwehren wiesen die Besucherströme ein. Dies war eminent wichtig, war doch die Schlange der Wartenden zeitweilig über 20 Meter lang. Sie sorgten darüber hinaus für einen geregelten Verkehrsfluss – nicht auszudenken, wenn bei dem Andrang ein Verkehrsunfall passiert wäre - und hatten so ihren wichtigen Anteil an dem Erfolg dieser konzertierten Aktion.

An dem Sonntag kamen über Euro 40.000 zusammen und noch wichtiger, es wurde ein Spender gefunden, der anonym bleiben wird. Durch diesen Solidaritätsbeweis gibt es wieder Hoffnung für Max und eine Zukunft.

 

HFM Klaus Oyss
FF Elstorf



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